My KISSTORY
Meine
eigene, ganz persönliche KISS Story
An einem ungemütlichen
Märztag, um genau zu sein den 10., im Jahre 1988 erblickte ich das Licht der
„KISS – Welt“, was ich bis zu dem Zeitpunkt ja selbstverständlich noch
nicht wusste. Mein Geschmack für KISS entwickelte sich erst im Alter von 7
Jahren. Ich weiß es noch wie am ersten Tag, wir feierten den 30. Geburtstag
meines Vaters. Als Geschenk bekam er von meiner Mutter eine Originalverschweißte
KISS Killers CD. Ich hatte schon vorher mal was von KISS gehört, jedoch hab ich
mich noch nicht konkreter mit dem Thema auseinandergesetzt. Natürlich musste
ich strickt nach dem Abendessen ins Bett. Doch Gott sei dank wurde die folgende
Geschichte in Form eines wirklich guten Films festegehalten.
Ich schaute mir
wenige Tage danach das Video an, dass aufgenommen wurde. Der harte Kern der Gäste
versammelte sich in der Keller – Bar, es wurde erzählt getrunken und Scherze
gingen um. Plötzlich wurde nicht ganz rentnerfreie Musik aufgezogen, es liefen
die ganze Zeit alte Schallplatten von Status Quo durch. Komisch war nur das auf
einmal mein Onkel, von meinem Vater der Kumpel und mein Vater plötzlich
verschwunden waren. Nach einer Weil tauchten sie auf, mit Besenstielen, mein
Kinderschlagzeug, eine Peitsche (Verlängerungsschnur), etc. Auf einmal sagte
meine Tante: „Los, I Was Made....!?“ Und die Männer legten in ihrem
Alkoholrausch eine Wahnsinns Vorstellung aufs Parkett. Da hab ich mich so
gefragt: „Was kann diese Männer dazu bewegt haben so abzugehen?“ Ich merkte
auch schon bei mir, dass ich diesen bestimmten Rhythmus auch im Blut hatte,
jedoch dachte ich nie groß darüber nach. Ich fragte meinen Vater mehr über
KISS aus- bekam jedoch nur die Antwort: „Du sollst nicht meine Musik hören,
nur weil ich sie höre, musst du sie nicht hören. Such dir lieber eigene
Musik!“ Doch zunehmend merkte mein Vater , dass ich nichts anderes hören
will, ich denke , dass er es sich auch innerlich erhofft hat. So erzählte er
mir mehr über KISS und die Welt des Rock. Ich weiß noch ganz genau den Moment,
wie er mir seine Originale KISS Alive II Schallplatte gezeigt hat, die fein säuberlich
im Schrank versteckt war.
Er hatte
vielleicht Angst, dass ich sie kaputt machen könnte. Doch als er merkte, dass
ich auch mehr für die Musik empfinde, als nur den Sound und den Groove, erzählte
er mir ganz geheim in der Keller – Bar (im Hintergrund lief die Platte KISS
Alive II), wie er mit KISS großgeworden ist, und alles was noch dazu gehört.
Er sagte, dass es zu DDR Zeiten schwer war diese Art von Musik zu bekommen. Er
kam vom Dorf und deshalb waren die Leute auch nicht so gut über diese Art von
Musik informiert. Die Leute, die dort lebten, hörten doch nur die Puhdys,
Karat, und so weiter- doch das reichte den Jungs vom Dorf nicht. Mein Opa, also
der Vater meines Vaters, durfte rüber in den „Goldenen Westen“. Mein Vater
sagte zu meinem Opa: „ Wenn du irgendwo eine Schallplatte von KISS siehst,
bring sie mir mit!“ Mein Opa machte sich eigentlich gar keine Gedanken ob
diese Art von Musik verboten sei, und brachte ausgerechnet die Alive II mit rüber.
Mein Vater war der King im Dorf. Weitere Jungs hörten so an die tausendmal überspielte
Kassetten von AC/DC, Black Sabbath, Led Zeppelin und ein guter Kumpel meines
Vaters hatte fast alle Schallplatten von den Scorpions.
So kam es eines
Weihnachtsfests, dass ich eine Legoeisenbahn geschenkt bekommen hab. Ich denke,
dass alle anderen Kinder (die Normalen) beim spielen unter dem Tannebaum
Kinderlieder gehört hätten, doch bei uns lief natürlich KISS mit
„Charisma“. Wir schreiben den 22.05.1997, KISS spielten in Leipzig in der
Messhalle, wenige Wochen zuvor war mein Vater mit einem Kumpel bei einem ZZ Top
Konzert und dort hingen schon überall so riesengroße Werbeplakate aus. Dieses
hing an einem hohen Pfeiler und mein Vater lies es sich nicht nehmen mit seinem
Kumpel Räuberleiter zu machen und mir das Plakat runter zu holen. Ich war stolz
denn je. Ich wollte ja dann natürlich auch mit zum KISS Konzert, jedoch
verneinte das mein Vater, mit der Begründung: „Du bist noch zu klein!“ Ich
war da 8 Jahre alt. Blöd wie wir alle waren, haben wir die Psycho Circus Tour
verpasst, und ich wieder nicht KISS gesehen. Ich bekam zunehmend Probleme auf
der Realschule. Viele meiner Mitschüler hatten mich total auf dem Kieker wegen
meines, in ihren Augen komischen, Musikgeschmacks. Somit brauchte ich immer ´ne
extra Wurst. Das zog sich so hin bis ich im Alter von 14 – 15 war. Natürlich
ließ ich mich nie von meinem Musikgeschmack abbringen.
Ich habe mich für
meine Musik nie geschämt! Wenn wir immer Kurzvorträge halten mussten, z.B. ein
Thema nach Wahl, nahm ich immer KISS und somit viel ich immer aus das Gesamtbild
weit heraus. Es gab natürlich gab es auch welche in meiner Klasse, die auf Rock
standen und somit habe ich mich mit diesen Leute zusammengeschlossen und hatte
echte Freunde, die meine Liebe zur Musik verstehen. Nun bin ich angehender
Abiturient, gehe in die 11. Klasse und eigentlich hat sich nicht wirklich was
verändert. Ich lebe, liebe und brauche diese Musik.
Leider hab ich
KISS noch nie Live gesehen deshalb hoffe ich, wie viele, dass KISS umgehend nach
Deutschland kommen und die Nation rocken. Ich glaube niemand kann mir je meine
Musik nehmen, mit der ich mich 100% tig identifizieren kann. Somit verbleibe
ich,
viele liebe Grüße
Jürgen,
Rock On
