Meine Platinum Experience in Omaha, Nebraska USA  

Alle Bilder auf dieser Seite sind von Jürgen Grimm selbst Fotografiert, ausgenommen die Livebilder von KISS. Die Livebilder wurden von Bekanntschaften, die Jürgen im Stadion getroffen hat aufgenommen und nach Deutschland gemailt.

Am Mittwoch, den 05. November 2003 um 07.26 Uhr startet die Reise per DB in Richtung Frankfurt International Airport. Dort angekommen habe ich mich erst mal orientiert und in Ruhe den American Airlines Check In Schalter gesucht. Da dieser noch nicht offen war hab ich erst mal Mittagspause gemacht. Danach war dann der Check In offen und ich hab mein Gepäck eingecheckt. Ich musste an eigenem Leib erfahren, wie streng und äußerst vorsichtig die amerikanischen Airlines seit dem 11. September 2001 geworden sind. Da ich mit American Airlines flog (Flug Nr. 11 traf das World Trade Center und Flug Nr. 77 traf das Pentagon) hab ich sowieso mit extremsten Checks gerechnet. Danach begab ich mich zum Gate und wartet bis ich einsteigen konnte. Mit ca. 45 Minuten Verspätung gings dann los in Richtung Chicago O’Hare International Airport. Ich hatte Glück, ich war in meiner Sitzreihe der einzige und konnte mich somit bestens ausbreiten. Nach 9 ½ Stunden Flug landeten wir in Chichago. Nach ca. 2 Stunden Aufenthalt ging dann mein Anschlussflug nach Omaha. Nach weiteren 1 ½ Stunden landete ich dann um 22.45 Uhr Ortszeit in Omaha. Dort angekommen wurde ich von meinem Bekannten herzlich empfangen. Die halfen mir dann bei der Mietwagenübernahme und geleiteten mich dann zu meinem Hotel. Ich habe mich dann erst mal ziemlich erschöpft flach gelegt. Am nächsten Tag war ja schon der große Tag, der 6. November 2003.

Ich habe mich auf den Weg gemacht und mich versucht zu orientieren. Die nagelneue Arena, das Qwest Center Ohama (www.qwestcenteromaha.com) war schnell gefunden.

Diese Arena ist einfach überwältigend. Bei bestuhlter Arena fasst dieser Gigant ca. 17.000 Besucher. Die riesige Reklametafel stand direkt an der Einfahrt und blendete alle 10 Sekunden eine Anzeige der demnächst stattfindenden Events ein. Natürlich habe ich die KISS / Aerosmith Anzeige im Bild festgehalten. Wegen des grellen Sonnenscheins konnte ich leider nur aus der Ferne eine Aufnahme machen. Da bis zum Einlass noch genügend Zeit war machte ich mich auf den Weg nach Downtown. Mit dem Auto nur ca. 5 Minuten von der Arena entfernt. Es gibt ein paar sehr interessante Gebäude und Plätze in der Stadt.

Nach meinem kleinen Stadtbummel war es dann soweit. Die Show sollte um 7.00 Uhr abends beginnen. Also nahm ich mir vor ca. 1,5 Stunden vor Beginn an der Halle zu sein, um mein Platinumticket mit Backstagepass abzuholen. Das Will-Call-Window (Ticketschlater für VIP Tickets und Besucher auf der Gästeliste) war bei meiner Ankunft schon geöffnet. Also packte ich meine Ticketbestätigung aus und ran an den Schalter. Ich meldete mich dort so wie es in den von KISSONLINE übermittelten Anweisungen stand. Ich sagte meinen Namen und dass ich auf der KISS – Gästeliste stehen müsste. Ich fühlte mich wie ein König als der Ticketofficer zur Bestätigung nach meinem Ausweis fragte und mir nach Kontrolle einen versiegelten Umschlag überreichte. Mit schweißnassen und zitternden Händen öffnete ich diesen. Mich traf es wie ein Blitz als mir als erstes mein laminierter Backstagepass in die Hände fiel. Voller Stolz hab ich mir das Teil natürlich sofort umgehangen. Das eigentliche Ticket war den der Hammer gleich hintendrein. Mit der ersten Reihe habe ich sowieso nicht gerechnet da ich vor der Halle erfahren habe, dass diese zum größten Teil für VIP Tickets einer lokalen Radiostation verwendet wurde. Umso größer war dann die Freude als ich gelesen habe: Row 2 – Seat 8. Da war für mich klar dass ich einen MEGA-Platz hatte. Ich hoffte jetzt nur noch dass es die Seite von Paul und Tommy sein würde. Und so kam es dann Gott sei Dank auch.

 

Danach hab ich erst mal die Anweisungen für das Meet and Greet mit KISS gelesen und mich dann besonnen was der Ticketofficer zu mir gesagt hat. „You can enter the Arena to join the Soundcheck in 10 Minutes if you want to. Just show your Pass to the Securityguards.” Oh, mein Gott. Ich wurde immer nervöser und nervöser. Ich habe meinen Bekannten, welche zwischenzeitlich eingetroffen waren Bescheid gesagt und mich auf den Weg zum Seiteneingang gemacht. Die Security hat mich ohne weitere Fragen durchgelassen und ich kam durch einen abgeriegelten Gang direkt in den Innenraum der Arena. Dort waren schon ca. 50 Leute versammelt. Zum großen Teil waren es VIP Gäste von Aerosmith. Erst nach mir kamen noch fast alle KISS Platinumticket Gäste.

Als erst Tommy und Paul dann unmaskiert auf die Bühne kamen gab es sofort die ersten „We want KISS“-Rufe. Während Paul alle anwesenden kurz begrüßte kamen auch Gene und Peter aus dem Hintergrund der Bühne nach vorne. Jeder hat sich einige Minuten mit seinem Instrument auseinander gesetzt und dann zählte Paul plötzlich an: Ready? ... One, Two, Three, Four........ : “Detroit Rock City”. WOW! Ich war gebannt von dem Hammersound. Es stellte sich allerdings heraus dass das nur der Anfang war. Während des Songs wurde der Sound um ein vielfaches druckvoller und klarer. Als Paul das Intro zu „I want you“ spielte war die Begeisterung bei den KISS Fans kaum mehr zu halten. Zum Schluss sagte Paul noch: „See you later, Guys“. Als dann alles für den Aerosmith Soundcheck gerichtet wurde zogen sich alle KISS Fans in die Vorräume der Arena zurück und bewegten einen Angestellten der Arena den Getränkeausschank zu eröffnen. So geschehen erholten sich erst mal alle von dem ersten Erlebnis.

Wir hörten den Aerosmith Soundcheck aus der Ferne und waren uns einig dass des die Luftschmiede sehr schwer gegen den God of Thunder und seine Gefährten haben werden. Wir haben uns in der Zwischenzeit den Merchandise Ständen zugewandt. Die Preise für die angebotenen Sachen waren allerding ganz schön heftig. Um nur ein Beispiel zu nennen, die World Domination Tour Shirts kosteten dort 40 $. Im Online Shop auf KISSONLINE ja immerhin nur 25 $. Aber egal als kurz danach die Türen geöffnet wurden standen die Massen jedenfalls Schlange vor allen Ständen. Ich begab mich dann langsam aber sicher wieder in die Arena um meinen endgültigen Platz zu suchen. Auf dem Weg dorthin habe ich bereits gesehen dass für eine weitere Band umgebaut wurde. Das KISS Stage Set up war mit schwarzen Tüchern abgehangen und davor wurde das Drumset und die Amps für AUTOMATIC BLACK aufgebaut.

Auf meinem Sitzplatz war ich umringt von KISS Fans. Alles Platinum- und Gold- Ticket Inhaber. Mit einigen Platinum Ticket Fans hab ich mich sehr schnell angefreundet. Dann war es plötzlich 7.00 Uhr und die Lichter gingen aus. Es ertönte über die P.A.: „Ladies and Gentleman please welcome: AUTOMATIC BLACK“ (www.automaticblack.com) . Die Arena war zu diesem Zeitpunkt gerade mal halb voll. Ich hörte später dass die Einlasskontrollen Anfangs gar nicht, allerdings als ein Fan seine Videokamera offensichtlich in der Hand trug, sehr streng durchgeführt wurden. Somit verzögerte sich das Füllen der Halle beträchtlich. Die Jungs der Vorband haben sich wirklich Mühe gegeben aber es war klar dass jeder auf KISS wartete. Nach 30 Minuten waren die Jungs fertig und wurden von den Zuschauern ordentlich verabschiedet. Die Bühne wurde in Windeseile von den Roadies geräumt. Und plötzlich viel der große schwarze Vorhang mit dem riesigen KISS Logo drauf. Durch die Halle dröhnte es: OH YEAH !!! We want KISS, We want KISS ........ Es erklang eine Durchsage durch die P.A. daß KISS in ca. 15 Minuten auf die Bühne kommen werden und doch bitte alle sich auf den Weg zu Ihrem Platz machen sollten. Kurz bevor die Lichter ausgingen habe ich mich umgeschaut und war überwältigt. Die Arena war mit Sicherheit ausverkauft. Ich habe kaum einen leeren Platz gesehen. Dann ertönte schon das übliche Dröhnen durch die P.A. Hinter dem Vorhang konnte man Taschenlampen fuchteln sehen und hören wie Gene, Paul und Tommy mit der Plattform nach oben gezogen wurden. Und dann.... ALL RIGHT OMAHA, YOU WANTED THE BEST, YOU GOT THE BEST... the hottest Band in the World … KISS !!!!!

Die Halle tobte, der Vorhang viel und KISS eröffnete mit Detroit Rock City. Es war einfach gigantisch. Nachdem die Band auf der Bühne gelandet war konnte man sofort feststellen, dass alle richtig heiß auf die Show waren. Die zweiwöchige Tourpause schien den Jungs gut getan zu haben. Gene und Tommy fegten über die  Bühne. Paul’s Stimme war grandios. Der Sound in der gefüllten Arena war einfach Weltklasse. Die Band klang sehr kompakt und präzise. Peter sah fabelhaft aus. Viele sagten, dass er wohl nicht mehr so fit sei. Keine Spur! Er schien in der Form seines Lebens. Während der Psycho Circus Tour wirkte Peter auf mich wesentlich schlaffer und lustloser. Er spielte wirklich klasse. Paul und Gene beherrschten die Bühne. Egal an welcher Front oder Seite sie sich dem Publikum näherten sofort gingen alle Hände nach oben und die ein oder andere Dame ließ ihre Titten rausspringen. Tommy war einfach göttlich. Ich weiß viele sagen immer Ace is GOD. Aber in Sachen Stageacting und Gitarrenperfomance ist Tommy Ace einfach um vieles voraus. Er hat eine super Show gemacht. Die Fans schienen ihn voll und ganz zu akzeptieren. Für mich ist er mehr als ein Ersatz für Ace. Ich habe KISS noch nie so gut in Form gesehen wie an diesem Abend. Die Jungs sollten wirklich nicht so bald Schluß machen denn das was sie tun, haben sie noch nie so gut getan wie auf dieser Tour. Hier die komplette Setlist der Show:

Detroit Rock City – Deuce – Shout it out loud – Let me go Rock’n’Roll – Lick it up – Firehouse (Gene spuckte Feuer) – I love it loud – I want you – God of Thunder (Gene spuckte Blut und flog auf die Lichttraverse) – 100.000 Years (Paul’s Mikrofonshow) – Black Diamond – Zugaben: Beth (Peter verteilte rote Rosen an einige Ladies in der ersten Reihe) – Love Gun – Rock’n’Roll all Night


(
... in Kürze folgen weitere Fotos von der Show in Omaha in einem Special)

Eine Lady die eine Rose von Peter erhielt stand direkt vor mir. Aber sie war ein absoluter Aerosmith Fan. Also drehte sie sich rum und gab die Rose Mary neben mir. Mary war später mit mir Backstage. Sie hat sich natürlich kaum eingekriegt vor Freude.

Die Pyros während der ganzen Show waren Superklasse. Viele laute Explosionen und kleine Fontänen. Bei Lick it up und 100.000 Years natürlich wieder die bekannten Feuersäulen. Während der ersten Zugabe: „Beth“, hatte Peters Mikro leichte Aussetzer, aber die Arena hat Peter ja sowieso lautstark unterstützt. Gänsehaut am ganzen Körper! Peter bedankte sich dann artig: „Thank you so much Omaha, God bless you“. Als Paul dann Love Gun mit einer seiner eindeutig zweideutigen Ansagen ankündigte mussten wir feststellen, dass Paul seine Flugeinlage auf dieser Tour nicht macht. Ich habe dies schon von anderen Fans vorab gehört und auch beim Betreten der Halle keine Vorrichtung und Plattform gesehen. Am Ende von Rock’n’Roll all Night zerschmetterte Paul natürlich wieder eine seiner Gitarren. Diese Teile sind mit Sicherheit aber keine vollwertigen Bühnengitarren von Ihm. Kurz vor dem Schluß habe ich beobachten können wie er seinem Techniker seine „normale“ übergibt und eine ohne Gurt und Sender übernimmt. Diese hat er dann zertrümmert. Alles in allem eine Wahnsinns GEILE Show. Wie bereits gesagt, KISS waren noch nie so gut. Mein Puls war auf 180 als das Licht in der Halle anging. Ich wusste genau, jetzt kommt die Stunde meines Lebens.

Ich und meine „Mitstreiter“ machten uns schnellstens auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt mit Jeff. Er war das Tourcrewmitglied welches sich um die Platinum-VIP-Gäste kümmert. Dort angekommen wartete er schon auf uns, zählte alle durch damit auch wirklich jeder der ein Platinumticket hat dabei ist. Nach ca. 5 Minuten waren alle da und es konnte losgehen. Er hat uns erst mal in einen Gang unter den Tribünen gebracht und uns ein paar Hinweise gegeben wie wir uns auf dem Weg dem Raum in dem wir KISS treffen sollten verhalten müssen. Das war wirklich äußerst interessant dann wir mussten direkt am Loading Deck für die großten Tourtrucks vorbei. Die Roadies waren schon damit beschäftigt KISS Flightcases rauszurollen. Joe Perry von Aerosmith begegnete uns auf dem Weg. Aber das hat keinen so wirklich interessiert. Als wir den Raum erreicht hatten hat uns Jeff die letzten Instruktionen gegeben, wie wir uns während der Fotosession und dem Meet and Greet verhalten sollten. Plötzlich kam Tommy Thayer herein. Gefolgt wurde er von Peter dann Paul und Gene kaum zuletzt. Alle jubelten und applaudierten ihnen zu. Paul rief sofort: „Hi. Did everybody enjoy the Show? Come on lets take some Pictures”. Der Reihe nach stellte sich jeder zu KISS und Jeff machte zwei Bilder. Er hat uns erklärt daß dies zur Sicherheit geschieht, falls eines verwackelt o.ä. wird. Paul fragte jeden der sich zu KISS stelle nach seinem Namen. Als ich dann dran war gab ich Ihm die Antwort: „I'm Jürgen from Germany“. Er und Gene fragten mich von wo in Deutschland ich komme. Ich nannte meine Geburtsstadt Bamberg. Allerdings verstanden die Jungs wohl Hamburg. Und Paul sagte: So, you're a Hamburger ha? Jeder lachte bis Jeff uns dann aufgefordert hat für die Fotos still zu halten. Die Bilder wurden echt fantastisch. Als die Fotosession vorbei war hatte schon jeder seine mitgebrachten Sachen um unterschreiben griffbereit. Ich folgte dem Rat eines anderen Fans der KISS schon getroffen hatte und ging zuerst zu Gene. Er sprach mich sofort an: "Wie geht es Dir?" Ich war erstaunt. Er spricht wirklich relativ gut und deutlich Deutsch. Ich habe ein paar Worte mit ihm gewechselt und ihn nach seiner Chinareise gefragt. Außerdem wollte ich noch wissen ob Europa auf Ihrem Tourplan steht. Er hat nur gesagt daß sie es wirklich planen aber noch alles mögliche geschehen kann. Er hat mich dann nach zwei Wörtern gefragt und wie man sie genau in Deutsch ausspricht. Ich habe ihm natürlich gerne Nachhilfe gegeben und mich dann bei ihm bedankt. Er hat sich bedankt daß ich extra aus Deutschland gekommen war und klopfte mir auf die Schulter. Dann wollte ich zu Tommy. Aber er war von einigen Mädels belagert. Also weiter zu Peter. Während er meine Sachen unterschrieb fragte ich ihn ein paar Sachen über sein Drumset und seine Sticks. Er gab mir sehr genaue Angaben und fragte mich ob ich auch trommle. Ich erzählte ihm daß ich seit einigen Jahren nicht mehr gespielt habe und er sagte: "Hey Man you got to go for that. Drummers always needed." Ich gab ihm Recht und habe mich bedankt ihn treffen zu dürfen. Er bedankte ebenfalls und gab mir die Hand. Ich ging dann sofort zu Paul. "Comin straight from Germany just to see us?" Ich sagte: " Yes! Just like you said in Melbourne this Year: Some people said i'm crazy, but that's what makes me a KISS Fan!" Er gab mir recht und gab mir die Hand. Nachdem er meine Sachen unterschrieben hatte übergab ich ihm noch einen Brief und ein Bild von Andy-Paul von KISSED. Er fragte mich ob ich das sei, und ich erklärte ihm alles kurz. Er sagte er ist sehr stolz, daß es soviele Leute gibt die in KISS Triubte Bands wirklich alles geben. Er sagte es ist egal ob sie gut oder schlecht sind, die Einstellung ist alles was zählt. Ich soll Andy-Paul seine besten Wünsche bestellen und er bedankte sich nochmals daß ich extra von Deutschland angereist bin. Dann endlich kam ich an Tommy ran. Er hat mich sofort mit Handschlag begrüßt und gesagt daß das wirklich cool ist so weit für KISS zu reisen. Während er alles unterschrieb hab ich ihm gesagt daß er wirklich eine Spitzenshow gespielt hat. Er hat sich dann auch bedankt und gesagt dass er immer sein Bestes gibt. Da ich bei Gene eines meiner Bilder vergaß unterschreiben zu lassen ging nochmal zu Ihm rüber. Ich hörte ihm etwas zu wie er mit all den anderen sprach. Ich war wirklich erstaunt wir locker KISS doch sind. Es ist wirklich beeindruckend wie sie ihren Fans das zurückgeben, was sie sich erhofft haben. Ich weiß nicht genau wie lange das Treffen gedauert hat. Aber als alle Autogrammwünsche erfüllt waren wurde einfach so noch etwas herumgealbert und geplaudert. Ihr neuer Roadmanager sagte dann irgendwann: "Time to go, Guys". Peter und Paul fragten ob noch was zum unterschreiben da sei und verabschiedeten sich. Tommy ging gleich hinterher und Gene erzählte immer noch. Als er dann ging bedankte er sich nochmals bei allen. Es war wie ein Traum. Die Jungs gaben jedem ein Gefühl von Dazugehörigkeit und Zusammenhalt. KISS waren so menschlich wie ich es niemals erwartet hätte. Ich muss es immer wieder sagen, das Platinumticket war wirklich jeden Cent wert. Klar ist es viel Geld aber wann kann man sich seinen Lebenstraum auf diese Art und Weise schon erfüllen. Ich dachte mir bevor er nie in Erfüllung geht, ergreife ich meine Chance. Ich habe und werde es nie bereuen.   

Danach brachte uns Jeff wieder zurück in die Arena und übergab jedem noch ein signiertes Tourbuch. Einfach GEIL. Als wir unsere Plätze wieder erreicht haben, war die Aerosmith Show bestimmt schon zur Hälfte gelaufen. Die Stimmung in der Halle war bei Weitem nicht so gut wie bei KISS. Aerosmith sind ja auch nicht mehr jüngsten, aber KISS sind ja aus der gleichen Generation. KISS boten eine Show! Aerosmith standen bis auf Steven Tyler und Poe Perry nur auf der Bühne herum und spielen etwas gelangweilt ihre Songs runter. Die wussten schon warum sie eine wesentlich aufwendigere Bühne als KISS hatten. Das Setup war auf einer riesigen Drehscheibe und konnte innerhalb von Sekunden nach hinten gedreht werden und ein anderes Setup stand vorne. Riesige Leuchtreklamen und bewegliche Lichttraversen sorgten auch für Aufsehen. Ganz ehrlich; die hatten solche Effects aber auch wirklich nötig. Ich will Aerosmith nicht schlecht machen, aber die Show war doch ziemlich fad.

Nach Ende der Show blieb ich noch ziemlich lange in der Arena und genoss diese überwältigende Kulisse der Nacht meines Lebens. Ich traf dann auch meine Bekannten wieder und wir machten uns auf den Weg nach Omaha Downtown um den Abend noch gebührend zu beenden. Es gab ja wirklich genug zu erzählen. 

Die nächsten zweit Tage bin ich dann noch etwas durch die Stadt gezogen und habe mir u.a. den weltberühmten Zoo und ein Museum der strategischen US-Airforce Abteilung angeschaut.

Am Sonntag Nachmittag ging dann mein Flug zurück nach Chicago von wo aus ich am Abend nach Frankfurt zurückflog. Ich habe fast den kompletten Rückflug verschlafen, aber ich hatte ohnehin etwas Schlaf nachzuholen. In Frankfurt am Montag früh in den Zug umgestiegen und dann um 16.30 Uhr am Montag endlich wieder in den Armen meiner Frau und meiner beiden Söhne. Es war schon ein verrückter Trip, aber ich würde es wieder tun. Meine Faszination für KISS wurde durch dieses Erlebnis nur noch verstärkt und die Gene, Paul, Peter und Tommy  selbst haben mir zu verstehen gegen: Lebe Deinen Traum !

Rock'n'Roll all Night

Jürgen Grimm